Icebears Toblach - Dobbiaco - Hockey Club Toblach - Dobbiaco Icebears Toblach - Dobbiaco - Hockey Club Toblach - Dobbiaco
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Toblach im siebten Eishockeyhimmel



SERIE C ITALIENMEISTER 2008-2009

Nachdem sich in den ersten beiden Finalspielen jeweils die Heimmannschaft durchsetzen konnte, musste also das dritte Spiel darüber entscheiden, wer sich den Titel des Serie-C-Italienmeisters holen würde. Das erste Spiel in Toblach gewann der HC Toblach mit der wahrscheinlich besten Saisonleistung mit 5 zu 1, eine Woche später unterlagen die Eisbären trotz lautstarker Unterstützung zahlreicher mitgereister Fans in Bozen mit 5 zu 3. Besonders bitter war diese Niederlage, da man bis zur Hälfte des Spiels den Gegner sicher im Griff hatte und mit 3 zu 1 Toren führte. Leider brachten viele unnötige Strafen die Wende zu Gunsten des EV Bozen 84 und so sollte es am Mittwoch in Toblach zu einem echten Finalspiel kommen. Ein großer Dank gilt unserem Eismeister Lanz Konrad, dem es trotz hoher Temperaturen gelungen ist, die Eisfläche in einem Finale würdigen Zustand zu bringen.

Man merkte schon beim Einwärmen, dass es an diesem Abend ein besonderes Spiel sein sollte. So war die Tribüne schon eine knappe halbe Stunde vor dem ersten Puckeinwurf  richtig gut gefüllt und zu Spielbeginn um 20.30 meldete das Eisstadion Toblach endgültig „ausverkauft“. Soviel sei schon mal verraten: es wurde für alle Beteiligten ein unvergesslicher Abend.

Den beiden Mannschaften merkte man in den ersten Spielminuten die Verkrampfung an. Niemand wollte einen Fehler machen und sein Team womöglich bereits früh auf die Verliererstraße bringen. Beide Mannschaften agierten ziemlich nervös und es gab wenig spielerische Höhepunkte. Wenn, dann waren es Spieler des EV Bozen, die gefährlich vor dem Tor des erneut sicheren Torhüters Arnold Steinwandter aufkreuzten. Von den Toblachern Stürmern war in den ersten 20 Spielminuten so gut wie gar nichts zu sehen und so ging es mit einem 0 zu 0 in die erste Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Drittels wurde das Spiel langsam besser. Auf beiden Seiten gab es die ein oder andere schöne Aktion, doch ein Tor sollte in den ersten 10 Minuten noch keines fallen. Entweder scheiterten die Stürmer am gegnerischen Torhüter oder es fehlte die nötige Ruhe oder das nötige Glück. In der 12. Minute des zweiten Drittels fasste sich Michael Hainz ein Herz und sein strammer Schuss landete in den Maschen hinter dem Tormann des EV Bozen. Mit diesem Tor erlöste der Brunecker U19-Spieler seine Mitspieler und die knapp 600 Eisbärfans auf der rappelvollen Tribüne. Jeder wusste nämlich, wie wichtig es war, in einem entscheidenden Finale in Führung zu gehen. Knapp eine Minute später bot sich den Toblachern die Chance, die Führung auszubauen, doch Matthias Rehmann gelang es nicht, den Puck zum einschussbereiten Trenker Thomas zu passen. Wie eng Jubel und Trauer manchmal zusammen liegen, wurde nur eine knappe Minute später deutlich. Zwei  Spieler des HC Toblachs saßen auf der Strafbank und die Spieler des EV Bozen ließen sich nicht zweimal bitten. Im Stile einer Spitzenmannschaft zogen sie ihr Powerplay auf und mit einem satten Schuss von der blauen Linie gelang ihnen der Ausgleich. Mit diesem Stand ging es also in die letzte Drittelpause. Welch eine Dramatik: beide Mannschaften hatten in der langen Saison seit Oktober schon 24 Spiele absolviert, doch die Entscheidung musste das letzte Drittel des 25. Saisonspiel bringen. Beide Mannschaften gingen dementsprechend vorsichtig und auf Sicherheit bedacht aufs Eis. Es gab kaum Chancen und die Spannung war förmlich zum Greifen. Beide Mannschaften wussten, dass bereits der kleinste Fehler fatal sein könnte. Doch in der 8. Minute bot sich den Toblachern plötzlich die Chance einer 5 gegen 3 Überzahl. Und im Gegensatz zu den vorherigen Spielen gelang es diesmal daraus Kapital zu schlagen. Im dritten Versuch konnte Trenker Thomas den starken Tormann des EV Bozen endlich überwinden. Alle im Stadion wussten nun, dass man eine Hand bereits am Pokal hatten, es waren ja nur mehr knapp 10 Minuten zu spielen und den Boznern gelang es nicht, sich vom Schock des Gegentores zu erholen. Leider brachten sich die Eisbären jedoch mit unnötigen Fouls selbst wieder in Rücklage und so bot sich dem Gast aus Bozen in einem erneuten 5 gegen 3 Powerplay die Chance auf das 2 zu 2. Es kam wie es kommen musste: auf diesem Niveau werden Undiszipliniertheiten dieser Art gnadenlos bestraft und es dauerte keine 30 Sekunden und es stand wieder 2 zu 2, alles ging also wieder von vorne los. Musste dieses an Spannung kaum zu überbietende Spiel vielleicht gar in die Verlängerung? Noch waren jedoch knappe 5 Minuten zu spielen. Zuerst hatten die Bozner den Torschrei schon auf den Lippen, doch sie trafen nur den Pfosten des leeren Tores. Gleich danach gibt es eine erneute Überzahlsituation, diesmal wieder für die Heimmannschaft. Den Toblachern gelingt es gleich, sich im Verteidigungsdrittel der Bozner festzusetzen. Sollte tatsächlich das sonst so ungeliebte Powerplay für die Toblacher die Entscheidung bringen. Die Stadionuhr schreibt gerade 56 Minuten und 24 Sekunden und erneut ist es Trenker Thomas, der zum Schuss ausholt. Dieser Schuss. so stellt sich bald danach heraus, sollte Toblacher Eishockeygeschichte schreiben. Der Puck geht an Freund und Feind vorbei ins gegnerische Tor. Was folgt, ist unbeschreiblicher Jubel und alle liegen sich in den Armen. Mit Glück und Geschick gelingt es den Eisbären, die letzten 3 Spielminuten schadlos zu überstehen. WIR SIND MEISTER! Unglaubliche Jubelszenen spielen sich auf dem Eis und auf der Tribüne ab. Man sieht förmlich, welch Druck von den Spielern abfällt. Seit Oktober haben sie alles diesem Ziel untergeordnet und jetzt, heute, am 18. März, sind sie endlich für all ihre Mühen belohnt worden. Mit einem riesigen Plakat bedankt sich die Mannschaft bei den zahllosen Fans. Nur durch ihre Unterstützung war dieser Titel überhaupt möglich.

Die Spieler des EV Bozen erwiesen sich als sehr faire Verlierer und nach dem Spiel wurde in der Eisbar von Toblach bis ins Morgengrauen gemeinsam gefeiert. Nachdem die Bozner mit dem ersten Zug zurück in die Landeshauptstadt gefahren sind, feierten Toblacher Spieler und Fans noch bis zum nächsten Abend weiter, ganz nach dem Motto: wenn nicht jetzt, wann dann… und sie freuen sich jetzt schon auf die nächste, hoffentlich ähnlich erfolgreiche Saison.


HC TOBLACH - DOBBIACO ICEBEARS • Gustav-Mahler-Straße, Eisstadion I - 39034 Toblach (BZ)
St-Nr. 92001020210 • MwSt-Nr. 01679490217
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E-Mail: info@icebears.it

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